Rede unseres Kreisrats Jörg Dornau in der Kreistagstagssitzung vom 10.09.2025 zum AfD-Antrag „Moratorium aller geplanten Windkraftanlagen“

Herr Landrat, meine Damen und Herren,

ich freue mich, Herr Landrat, dass Sie nun – nach langem Hin und Her – endlich erkannt haben, dass auch die AfD-Fraktion das Recht hat, Anträge zu stellen und dieses wichtige Thema auf die Tagesordnung genommen haben. Diesen ganzen Zirkus samt Prozesskosten hätten Sie sich und dem Landkreis allerdings ersparen können!

Wir möchten nun ein Mora­torium erwirken, das den Ausbau sämt­licher Windkraftan­lagen vorläufig stoppen soll. Lassen Sie mich zunächst ein Zitat bringen:

„Ich glaube, dass wir eines Tages Windkrafträder wieder abbauen können – weil sie hässlich sind und nicht in die Land­schaft passen. Es ist eine Übergangstechnologie!“

Tja, da empört sich das links-woke Meinungskartell, aber das Zitat – meine Damen und Herren – stammt nicht von mir, auch nicht von Frau Weidel, son­dern von jemandem, der es wissen muss: von Bundes­­kanzler Friedrich Merz! Und er hat tatsächlich „hässlich“ gesagt in seinem Interview mit dem Handelsblatt.

Interessanterweise ist er nicht der Einzige, der diese künstlich hochgejubelte Technologie mit Skepsis sieht: auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich mehrfach kritisch zum Zwei-Prozent-Flächenziel für Wind­kraft geäußert. Erst kürzlich betonte er der Bild-Zeitung gegen­über, dass es ausreichend sei, wenn Deutschland erst bis 2050 klima­neutral wirtschaftet. Und er warnte vor einem zu schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien, da dies die Energie­sicher­heit und die Energiepreise gefähr­de.

Sie sehen es letztendlich bei der Abwanderung der Industrie am Beispiel der Dow in Böhlen. Aber auch ein Bäcker in Pegau musste kürzlich schließen, weil der ganze Wahnsinn von einem Familienbetrieb nicht mehr zu tragen ist.

Und es geht noch weiter: Thomas Schmidt (CDU), Sachsens ehemaliger Minister für Regionalentwicklung, stößt ins gleiche Horn: „Ein starres Zwei-Prozent-Flächenziel wird den unter­schiedlichen Gegeben­heiten in den einzelnen Bundes­ländern nicht gerecht“ – kritisiert er bei BSAktuell.

Sogar die aktuelle Infrastrukturministerin Regina Kraushaar unter­stützt die Position der AfD und fordert die Streichung des Flächenziels, um Anwohner und Wälder zu schützen. Zudem warnt sie ausdrücklich vor Wildwuchs der Windkraft­anlagen.

Ihre Meinung, Herr Landrat, haben Sie ja bereits mehrfach kundgetan: Unser Antrag auf ein Moratorium beim weiteren Ausbau der Windindustrietürme würde gegen das Gesetz verstoßen. Das mag sein, aber wenn das Gesetz gegen jeden Sachverstand und die Interessen der Bevölkerung verstößt, dann muss das Gesetz eben geändert werden. Oder, besser noch, gleich ganz verschwin­den. Und dafür muss sich die Regierung von Sachsen – und auch Sie als Landrat – eben einsetzen. Denn Gesetze müssen sich an den Belangen der Bürger orientieren, sie müssen den Menschen dienen und nicht umgekehrt.

Dies bewies übrigens gerade ein CDU-Politiker, Ludwig Ehrhard, der am Tag der Währungsreform die Preisvorschriften streichen ließ. Als der Vertreter der US-Besatzungsmacht, General Lucius Clay, ihn zur Verantwortung ziehen wollte, sprach Ehrhard den legendären Satz: „Entschuldigen Sie, ich habe die Vorschriften nicht geändert. Ich habe Sie abgeschafft“. Nehmen Sie, Herr Landrat, Beispiel an diesem Mann aus Ihrem Stall!

„Dem Deutschen Volke“ lautet die Inschrift am Reichstagsgebäude – bekannterweise dem heutigen Sitz des Bundestages. Der Grüne Habeck, Hauptakteur mit Unterstützung von SPD und FDP für das katastrophale „Wind an Land Gesetz“, hat sich zwischenzeitlich mit gepackten Koffern aus dem Staub gemacht!

Bei der Windkraft bleibt aber seine düstere Hinterlassenschaft gültig, denn weiterhin betreiben Grüne Öko-Fanatiker und ihre Anhänger eine vermeintliche Klimarettung um jeden Preis. Die Pläne für den weiteren Windrad-Ausbau gehen dabei rück­sichts­los über die Interessen der Anwohner hinweg. Windkraftanlagen zerstören die Landschaft, töten Vögel und Insekten und verursachen gesundheitliche Störungen bei Menschen. Sie vernichten Wohl­stand und Arbeitsplätze, während ihr energetischer Er­trag keineswegs zur Grundlastsicherung beiträgt. Jede Menge Gründe also, Windräder abzulehnen.

Wenn das von Seiten des Allparteien-Systems nicht passiert, ist es rein ideolo­gisch motiviert. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Wind­kraft­anlagen, der wirtschaftliche Schaden, die Zerstörung der Lebensräume der Menschen, Entwertung der anliegenden Grundstücke und vieles andere mehr muss aber bei Entscheidun­gen Priorität haben. Auch Ausmaß und Wirkung der Kontami­na­tion der Umgebungsflächen durch den toxischen Abrieb muss weiter untersucht werden. Allein schon aus diesem Grund ist ein weiterer Ausbau von Wind­rädern abzulehnen. Bereits vor einigen Jahren gab es in Frankreich dazu übrigens ein bahn­brechen­des Urteil: Windräder gefährden die Gesundheit. So hat ein Appellationsgericht Klägern Recht gegeben, die in der Nähe von Windrädern wohnen. Es wurde festgestellt, dass der Betrieb der Anlagen zu Veränderungen des Gesundheitszu­standes geführt habe.

Aber damit noch nicht genug: Hinter jedem dieser Windräder bilden sich Wirbelschleppen, die je nach Lage kilometerweit Bestand haben. Die vertikale Durchmischung der Luft bewirkt einen Transport der feuchten Luft aus den bodennahen Schichten in höhere. Das heißt: Die Böden trocknen künstlich aus, während es in weiterer Entfernung zu verstärktem Abreg­nen kommt. Ist das möglicherweise mit dem viel zitierten „menschengemachten Klimawandel“ gemeint?

Allein in Sachsen gab es Ende 2024 laut Bundesverband WindEnergie (BWE) 852 Windkraftanlagen. Das bedeutet 852 konventionell hergestellte Stahlröhren, rund 2500 – bislang nicht recyclingfähige – Rotorblätter, 852 Generatoren mit Edelmetallen und zum Teil hochgiftigem Neodym sowie mit CO2-intensiven, bis zu 30 Meter tiefen Stahlbeton-Fundamenten. Nicht zu vergessen: Für ein Windrad im Wald müssen bis zu 600 Bäume gefällt werden.

Auch Sachsens Landwirtschaftsminister sprach sich für den Ausbau der Windkraft in unseren Wäldern. Man könne ja auf Grünland Ersatzbäume pflanzen, da die Tierhaltung eh zurückgehe, so von Breitenbuch. Schlimmer geht es nicht!

Herr Graichen behauptete, der Kreisrat wäre für eine derartige Entscheidung nicht zuständig. Aller­dings ist es grund­sätzlich durchaus zulässig, dass sich ein Kreis­tag mit solchen Fragen befasst, da es sich nicht um eine reine Verwaltungs­aufgabe handelt. Und deshalb bringt es niemanden weiter, Herr Landrat, wenn Sie Windkraftgegner in die Nähe von Extremisten rücken, wie vor kurzem bei der Bürger­sprech­stunde von Muldental TV. Das ändert nichts an der Relevanz der Problematik.

Aber vielleicht sind ja diejenigen die Extremisten, die gegen das Wohl des eigenen Volkes entscheiden – gegen jede Vernunft und voll mit dem Kopf durch die Wand.

Kommen Sie endlich zur Besinnung und beenden Sie diesen Öko-Fanatismus!

Nachdem nun hoffentlich alle Unklarheiten beseitigt sind, sollte einer positiven Abstimmung unseres Antrags nichts mehr im Wege stehen.

Ich bedanke mich!

 

 

 

Quelle: www.afd-landkreisleipzig.de

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