AfD-Fraktion fordert Untersuchungsausschuss nach Milliardenverlust bei F126-Debakel
Berlin, 24. Juni 2026. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck, Mitglied des Verteidigungsausschusses, sieht durch das Scheitern des F126-Projekts die Kritik der AfD-Fraktion bestätigt. Bereits im Jahr 2020 warnte die AfD-Fraktion vor der Vergabe des größten Marineprojekts der Bundesrepublik an die niederländische Werft Damen Naval. Die damalige Bundesregierung ignorierte diese Warnungen. Heute steht das Projekt vor dem Aus, während die Marine mit neuen Beschaffungen die Folgen dieser Fehlentscheidung ausgleichen muss.
Für die AfD-Fraktion ist das F126-Debakel nicht nur ein sicherheitspolitisches, sondern auch ein industriepolitisches Versagen. Statt auf die Fähigkeiten deutscher Werften zu setzen, wurde die Gesamtverantwortung für ein zentrales Rüstungsprojekt ins Ausland vergeben. Dabei verfügte Deutschland mit ThyssenKrupp Marine Systems bereits damals über einen leistungsfähigen Anbieter mit der notwendigen Erfahrung und Kompetenz für den Bau moderner Fregatten. Maritime Schlüsseltechnologien und strategisch wichtige Fähigkeiten müssen in deutscher Hand bleiben.
Nach aktuellen Berichten hat das gescheiterte Projekt die Steuerzahler bereits mehr als zwei Milliarden Euro gekostet. Gleichzeitig fehlen der Marine bis heute die Fähigkeiten, die mit der F126 eigentlich geschaffen werden sollten.
Hannes Gnauck erklärt dazu:
„Die AfD-Fraktion hat von Anfang an vor den Risiken dieser Vergabe gewarnt. Die Bundesregierung hat alle Einwände ignoriert und damit sehenden Auges ein milliardenschweres Debakel verursacht. Mehr als zwei Milliarden Euro Steuergeld wurden verschwendet, während die Marine nun mit Notlösungen die Folgen dieser Fehlentscheidung auffangen muss. Wir fordern deshalb die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. Die politischen Verantwortlichen müssen offenlegen, wie es zu dieser Entscheidung kommen konnte und warum deutsche Werften bei einem Projekt dieser Bedeutung übergangen wurden. Auch Ursula von der Leyen muss sich den Fragen stellen. Als Verteidigungsministerin trug sie Verantwortung für die Entwicklungen im Beschaffungswesen der Bundeswehr, deren Folgen heute immer deutlicher sichtbar werden. Wer Schäden in Milliardenhöhe verursacht, darf nicht ohne Konsequenzen davonkommen.“
Quelle: afdbundestag.de





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