Klingbeils Foto-Boykott beim G20-Treffen ist kindische Symbolpolitik
Berlin, 1. September 2026. Zum Auftreten von Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil beim G20-Treffen erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Tobias Teich, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:
„Der Boykott eines gemeinsamen G20-Gruppenfotos mit dem russischen Finanzminister Anton Siluanow durch Lars Klingbeil ist kindische Symbolpolitik und eines Bundesministers nicht würdig.
Nach Berichten setzte sich Klingbeil bei den europäischen Teilnehmern dafür ein, nicht gemeinsam mit dem russischen Minister für das traditionelle „Familienfoto“ zu posieren. Am Ende entstand das Foto ohne die russische Delegation.
Das vermittelt den Eindruck von Politik nach dem Motto: ‘Das ist nicht mein Freund – mit dem möchte ich nicht aufs Foto.’ So sollte seriöse internationale Politik nicht funktionieren.
Die G20 ist kein Freundeskreis. Sie ist ein legitimes internationales Forum, in dem bewusst Staaten mit unterschiedlichen, teilweise völlig gegensätzlichen Interessen zusammenkommen. Russland ist Mitglied dieses Forums. Selbst Klingbeil erklärte, es sei gut, die dort bestehende Dialogmöglichkeit mit Russland zu nutzen.
Umso widersprüchlicher ist es, gemeinsam am Verhandlungstisch zu sitzen, miteinander zu sprechen und anschließend ein gemeinsames Foto zum politischen Tabu zu erklären.
Ein Gruppenfoto bedeutet keine Zustimmung zur russischen Politik und schon gar keine Billigung des Krieges gegen die Ukraine. Es dokumentiert die Teilnahme an einem internationalen Treffen – nicht mehr und nicht weniger. Gerade in Zeiten schwerster Konflikte braucht Deutschland Politiker, die souverän auftreten, Gesprächskanäle offenhalten und zur Deeskalation beitragen. Demonstrative Ausgrenzung und symbolische Gesten bewirken das Gegenteil. Diplomatie bedeutet gerade, mit Menschen und Regierungen umzugehen, deren Politik man entschieden ablehnt. Wer nur mit Freunden sprechen und fotografiert werden möchte, braucht keine Diplomatie.
Die AfD Bundestagsfraktion verurteilt Klingbeils Verhalten als unnötig undiplomatisch und kindisch. Von einem Bundesminister muss erwartet werden können, politische Ablehnung von der professionellen Wahrnehmung seines Amtes zu unterscheiden. Die G20 ist kein Kindergeburtstag, auf dem man sich aussuchen kann, neben wem man sitzen oder mit wem man fotografiert werden möchte. Deutschland braucht auf internationaler Bühne Souveränität statt Trotz, Diplomatie statt Symbolpolitik und Gesprächsfähigkeit statt demonstrativer Ausgrenzung.
Wer Außenpolitik nach dem Prinzip ‘Mit dem spiele ich nicht’ betreibt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er der Verantwortung seines Amtes gerecht wird.“
Quelle: afdbundestag.de





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