Meere vor weiterer Industrialisierung bewahren
Berlin, 5. November 2026. Zu Aussagen von Bundesumweltminister Carsten Schneider über das „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ anlässlich des Briefings zur 31. Weltklimakonferenz sowie zum Aktionstag „Klimaschützer Meer“ des Bundesamtes für Naturschutz erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Michael Blos:
„Wenn Bundesumweltminister Schneider im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz die Natur zu seiner Verbündeten erklärt und das Bundesamt für Naturschutz beim Aktionstag ‚Klimaschützer Meer‘ ungestörte Meeresböden als wichtige Kohlenstoffspeicher bewirbt, offenbart das einen massiven Widerspruch.
Denn gleichzeitig treibt die Bundesregierung den Ausbau der Offshore-Windkraft in den deutschen Meeren auf 70 Gigawatt bis 2045 voran, während die Europäische Union die Kapazität bis 2050 sogar von 30 auf 300 Gigawatt verzehnfachen will. Wenn man sich schon um die Kohlenstoffspeicherung sorgt, sollte man den Meeresboden als natürlichen Kohlenstoffspeicher nicht durch gigantische Industrieanlagen unnötig zerstören.
Wie stark diese Eingriffe bereits heute sind, belegt eine Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon vom März 2026. Danach verändern schon die bestehenden Windparks in der Nordsee die Meeresströmungen so erheblich, dass jährlich bis zu anderthalb Millionen Tonnen Schlamm samt dem darin gebundenen Kohlenstoff am Meeresboden umverteilt werden, mehr als die Hälfte davon allein in der Deutschen Bucht. Zudem brechen die Anlagen laut einer weiteren Hereon-Untersuchung vom Februar 2026 die natürliche Schichtung in wärmere und kältere Wassermassen auf und bremsen die Oberflächenströmung um mindestens zehn Prozent ab. Die Wissenschaftler warnen ausdrücklich, dass sich dieser Effekt durch den weiteren Ausbau über die kommenden Jahrzehnte deutlich verstärkt und dies die langfristige Funktionsweise des Ökosystems und der Kohlenstoffspeicherung in der Nordsee beeinflussen kann.
Unsere Schutzgüter Boden, Wasser und Luft müssen als natürliche Lebensgrundlagen um ihrer selbst willen geschützt werden, statt sie einer widersprüchlichen Klimaagenda zu opfern. Die AfD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung daher auf, den umweltschädlichen Ausbau der Offshore-Windkraft sofort zu stoppen und unsere Meere vor weiterer Industrialisierung zu bewahren.“
Quelle: afdbundestag.de





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